EBERHARDZELL (cs) - März 2020

Frühling im Wettenberger Ried

Das Naturschutzgebiet Wettenberger Ried kann man über den Moor-Rundweg erkunden. Auf 2,4 km führt der verschlungene Lehrpfad durch das Hochmoor im Bannwald.

Fährt man von Eberhardzell aus in Richtung Oberessendorf, ist das Wettenberger Ried bereits ausgeschildert. Ein befahrbarer Schotterweg führt bis zum Wanderparkplatz am Waldrand.

Der Lehrpfad ist überall gut gekennzeichnet und startet vom Wanderparkplatz aus rechts, bei der ersten Schautafel. Ein Schild weist darauf hin, dass es sich um einen Bannwald, ein sich selbst überlassenes Waldreservat, handelt, das sich nach und nach wieder zum Urwald entwickeln soll.
Die Winterstürme haben ihre Spuren hinterlassen: Viele Bäume sind umgeknickt oder entwurzelt, einige liegen auch über dem Wanderpfad, sodass man ein wenig klettern muss.
Da es sich um einen Bannwald handelt, verbleibt das umgefallene Holz im Wald: Totholz ist ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tiere, Pflanzen und Pilze.
Der erste Abschnitt des Rundwegs führt durch einen Nadelwald, am langsam fließenden Bach entlang. Nach relativ kurzer Strecke gelangt man auf einen schmaleren Pfad, vorbei an einem kleinen Marienschrein und einer Holzskulptur. Es kommt eine weitere Schautafel, die über den Nutzen von Totholz informiert.
Ausgedehnte Moosteppiche bedecken Waldboden und umgestürzte Bäume. Eine weitere Tafel erläutert den „Lebensraum Hochmoor“, kurz darauf gelangt man zum „Blick ins Ried“, einem kleinen Steg, der übers Moor hinausgeht. Zu dieser Jahreszeit gibt es hier leider nicht viel zu sehen, es ist jedoch bestimmt ein guter Beobachtungsplatz für Vogelliebhaber (Fernglas nicht vergessen!). Die Schautafel daneben informiert über den „Lebensraum Tümpel“.
Auf einem, mit Kaninchendraht befestigtem, Holzpfad führt der Weg weiter durchs Moor.
Nach Überqueren des Bachlaufs gelangt man in ein lichtes Birkenwäldchen. Bevor der Weg den dem Wald verlässt, führt er an einem meterhohen Ameisenhaufen vorbei. Dort herrscht bereits emsige Geschäftigkeit.
Nach einem kurzen Abschnitt über einen geschotterten Feldweg geht es wieder in den Wald hinein und bald auf einem schmalen Pfad weiter, gut gekennzeichnet mit dem Schild „Rückweg durchs Ried“. Noch einmal muss der Bachlauf überquert werden, dann befindet man sich wieder auf dem Ausgangsweg. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Parkplatz – leider.
Der Rundweg durchs Wettenberger Ried ist allemal empfehlenswert und es ist sicher spannend, die Veränderungen durch die Jahreszeiten zu beobachten.
Um mit den Worten zweier Wanderinnen, die mir unterwegs begegnet sind, abzuschließen: „Ihnen einen schönen Tag und gesund bleiben!“

 

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